Philipp Kommentiert E0/E1
I did it! After several years of content creation on youtube, I finally created my first podcast on anchor.FM today. I felt strange to listen to my voice again, although I produced more than a thousand videos on youtube. Maybe the long break was the problem.
Anyway, you can find all Episodes here. Below is the German transcript.
Episode 0 - Was ist das hier?
Philipp Kommentiert. Kommentare zu aktuellen Geschehnissen.
Und damit Willkommen in der null-Nummer. Mehr oder weniger dieses Podcasts. Ich möchte einen kurzen Überblick geben was hier aus dem Podcast werden soll, was ich hiermit vorhabe.
Angefangen hat das ganze so, ich hab in der Vergangenheit des öfteren Leserbriefe verfasst und das Problem ist aber, man bekommt da generell nie oder sehr selten eine Antwort. Und meine Idee war dann, es wäre vielleicht auch interessant für andere Leute meinen Kommentar, mehr oder weniger, zu Veröffentlichen. Genau dass soll das hier als Podcast eigentlich werden.
Ob ich jetzt einen Artikel in der Zeitung lese, einen Beitrag im Fernsehen sehe, dass ist eigentlich komplett irrelevant. Es ist ein neuer weg, mehr oder weniger, meinen Senf dazu zu geben.
In der ersten Ausgabe werden wir uns direkt mit zwei “Standard” Artikeln befassen. Diese sollte dann auch in den nächsten Tagen hier online kommen. Ich möchte das ganze relativ kurz halten, also so 10 bis 15 Minuten. Wie man eben so einen Leserbrief, mehr oder weniger, hat. Ein kurzer Kommentar zu aktuellen Geschehnissen, ein Kommentar zu einer Fernsehserie, zu einem Nachrichtenbeitrag, generell zur Situation und ja.
Was gibt es noch zu mir zu sagen? Ich bin Philipp, in einigen Tagen 25 Jahre alt. Habe mich eigentlich nie viel mit Politik, geschweige denn, mit Medien direkt beschäftigt. Dass hat sich aber in den letzten Monaten eigentlich geändert, da es mir doch mittlerweile Wichtig ist, sich zumindest politisch Gedanken zu machen, welche Partei man wählt, auch generell mir ein etwas größeres Weltbild als ich es bis jetzt hatte zu schaffen.
Ich bin Hauptberuflich Webentwickler, in meiner Freizeit aber auch als Rettungssanitäter im österreichischen Roten Kreuz tätig. Das heißt also in die Richtung wird es sicher auch die ein oder andere Episode geben.
Ich habe noch keinen Plan, wie lange, oder wie oft eine Folge veröffentlicht werden soll. Die erste Idee ist vielleicht zweiwöchentlich oder wöchentlich. Aber das werden wir noch sehen. Genau. Und damit hören wir uns in der nächsten Folge wieder.
Vielen dank fürs einschalten! Bis zur nächsten Ausgabe von Philipp Kommentiert. Alle Meinungen und Aussagen sind als Kommentar bzw. Leserbrief zu erwähnten Artikeln zu verstehen. Alle Aussagen wurden sorgfältig recherchiert, erfolgen dennoch ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit bzw. Richtigkeit.
Episode 1 - Der interne SPÖ Konflikt
Philipp Kommentiert. Kommentare zu aktuellen Geschehnissen.
Und damit herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe von Philipp Kommentiert. Ich möchte heute bezug nehmen auf zwei Überschriften, zwei Aussagen, mehr oder weniger, aus dem “Standard”, der österreichischen Tageszeitung. Und zwar einmal, zum 07.05.2020 (Donnerstag) mit dem Titel “Rendi-Wagners Rechnung ging vorerst auf” und zum zweiten, auch die Standard Ausgabe vom Freitag 08.05.2020 “Kritik am Ablauf der Mitgliederbefragung in der SPÖ”.
Jetzt kurz zum Bezug, im ersten ging es darum, dass die Auszählung der Mitgliederbefragung in der SPÖ stattgefunden hat und mit 41% Wahlbeteiligung, 71% von diesen 41% der Rendi-Wagner als Frontfrau zugestimmt haben.
Was interessant ist, am Dienstag zuvor (05.05.2020) hat der Landeshauptmann von Burgenland, Hans Peter Doskozil, im ORF-Report gesagt, im Zusammenhand mit dieser Wahl, ich Zitiere hier: “die in der Sozialdemokratie niemand wollte”. Deswegen eine hohe Wahlbeteiligung, obwohl die Wahl niemand wollte?
Was jetzt interessant ist, im Zusammenhang mit dem zweiten Artikel vom Freitag, dass SPÖ Funktionäre, so zitiert es der Standard, hinter vorgehaltener Hand von einer verwunderlich hohen Wahlbeteiligung sprechen. Laut Standard recherchen sind auch 5 von 14 Mitglieder der Wahlkommission, nahmen das Ergenis nicht an.
Jetzt könnte man sagen, gut eine Wahlkommission die das Ergebnis nicht anhört (annimt), hört sich schon einmal Verdächtig an. 5 von 14 sind immerhin mehr als ein drittel, wenn wir uns ehrlich sind. Und das bringt uns eigentlich zum Hauptthema dieser kurzen Ausgabe: der interne Kampf innerhalb der Sozialdemokratie in der SPÖ in Österreich.
Die Sozialdemokratie in Österreich hat damit nicht nur ein Problem sondern eigentlich gleich zwei. Nicht nur das die Umfragewerte bei den letzten Wahlen immer bergab gegangen sind, ich glaube ich habe irgendwo gehört, dass für die nächsten Prognosen unter 20%, mehr oder weniger, am Programm stehen. Sondern auch das Problem dass sie sich intern nicht einig sind.
Wenn man jetzt bedenkt 41% Wahlbeteiligung, dann ist das nicht einmal die Hälfte der “Belegschaft”, mehr oder weniger, könnte man sagen. Wenn man jetzt aber bedenkt 71% stimmen von diesen zu. Angenommen die restlichen 59%, die ja nicht gewählt haben, sind der gleichen Meinung wie die 41% die gewählt haben, hat Pamela Rendi-Wanger dennoch den Rückhalt von 71% der Partei.
Wenn man jetzt aber nach diesen Aussagen geht “hinter der vorgehaltenen Hand” und auch hier von Hans Peter Doskozil, dann aht man eher das Gefühl von 59% die nicht gewählt haben, haben das, mehr oder weniger, fast aus Protest gemacht bzw. stimmen dem nicht zu.
Das heißt, es gibt hier intern zwischen Funktionären, Parteivorstand und dem “Gemeinvolk”, sag ich jetzt mal, dennen die wirklich die Kreuze machen beim Wählen, den “einfachen” Mitgliedern, einen auseinanderdrift, der ewig so nicht weitergehen kann. Die Partei ist hier, die letzten Jahre, in einen Zustand gekommen unter dem sie anscheined nicht mehr funktionell ist.
Es wird hier, es werden, wie soll man sagen, teilweise Wahlsprüche, nicht kopiert, aber umgewandelt und gerade jetzt, in diesen Corona-Zeiten, wäre es eigentlich die Zeit, auch wenn die SPÖ jetzt auf Bundesebene in der Opposition ist, wäre genau jetzt die Zeit eigentlich, Sozialdemokratie von Regierungssicht her.
Und es wird aber nicht so richtig, man bekommt nicht das Gefühl, dass in die Richtung sich was bewegt. Ich glaube fast, dass die Partei hier langsam aber sicher auf ihr Ende zusteuert, was natürlich extrem schlecht für die Demokratie in Österreich ist.
Wir haben bei der FPÖ gegenüber der DAÖ eine Spaltung gesehen, ich nehme an das es so ist wie damals mit Haider war, also mit dem BZÖ. FPÖ und BZÖ damals. Das es hier einen Split gibt, bei dem im Endeffekt beide Parteien Verlierer sind.
Die Sprichwörtliche “watsche” hat die FPÖ ja bei der letzten Wahl bekommen, da die Grünen ja jetzt im Parlament und in der Regierung sitzen und nicht mehr die “Blauen”.
Damit bleiben nicht mehr viele Parteien übrig, die eine größe haben und die SPÖ war anno dazumal eine große, wie soll man sagen, aufbauende Partei. Eine der ersten Parteien und eine der schaffenden Parteien, genau so wie die ÖVP die älteste Partei ist, genau so wie die SPÖ. Die nach dem zweiten Weltkrieg Österreich wieder aufgebaut haben und diese Partei, die SPÖ, ist hier an einem Scheideweg an dem sie, obwohl sie früher, extrem groß war alle Wähler, mehr oder weniger, verloren hat an die anderen Parteien.
Und in erster Linie liegt das vermutlich daran, dass sie sich intern nicht einig werden. Das wäre in dem Fall mein Gedanke, man müsste hier intern, zumindest sollte man, hinter einer Person stehen. In dem Fall jetzt Pamela Rendi-Wagner, aber prinzipiell wäre das egal, wer “vor” der Partei steht, wer die Partei vertritt. Nur müssen sich alle einig sein, dass diese Person die Partei vertritt und eben nicht, wie der Standard hier schreibt, dass hinter vorgehaltenen Hand, mehr oder weniger, schon wieder bezweifelt wird, ob diese Abstimmung richtig oder falsch ist. Prinzipell irrelevant, aber solche sachen sollten eigentlich in einer so großen Bundespartei nicht passieren. Wenn sich die Partei intern schon nicht einig werden, in welche Richtung es gehen soll, wie soll dann die Bevölkerung diese Partei wählen?
Vielen dank fürs einschalten! Bis zur nächsten Ausgabe von Philipp Kommentiert. Alle Meinungen und Aussagen sind als Kommentar bzw. Leserbrief zu erwähnten Artikeln zu verstehen. Alle Aussagen wurden sorgfältig recherchiert, erfolgen dennoch ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit bzw. Richtigkeit.